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Cover Verliebt in Linie 4

Rezension von Jürgen Hermann

Eine Frau verspürt eine besondere Form von Nostalgie und benutzt, wo immer sie ist, den Bus oder die Straßenbahn der Linie 4. 

Annett Gröschner, 1964 in Magdeburg geboren und heute Schriftstellerin in Berlin, lernt mit diesem oberirdischen öffentlichen Verkehrsmittel fremde Städte und ihre Einwohner kennen. Nicht umsonst heißt es, man erhalte den besten Einblick in die Mentalität, wenn man sich unter die Fahrgäste in Bus und Bahn mischt und einfach zuschaut und zuhört. 

Bei der Autorin ist die Linie 4 untrennbar mit ihrer Kindheit verbunden. Im Magdeburg der DDR-Zeit gab es nicht nur angejahrte Straßenbahnen, sondern – ein Zeichen des Fortschritts – auch Zahlboxen als eine Besonderheit des realsozialistischen deutschen Staates. Sie ersetzten den Schaffner und wurden mit Bargeld oder Sammelkartenabschnitten gefüllt. 

„Ich liebte es, 15 Pfennige in die Zahlbox zu stecken und zu beobachten, wie das Geld nach zweifacher Betätigung des Hebels im Schacht verschwand und stattdessen ein unansehnlicher grauer Fahrschein darauf wartete, abgerissen zu werden.“ So wird manche banale Gegebenheit nach vielen Jahren zum Gegenstand wehmütiger Erinnerungen. 

„Der Triebwagen war hell und hatte freundliche Augen, eine spitze dunkelgrüne Nase und einen Schmollmund. Abends leuchtete er. Die Tatra-Wagen aus Prag dagegen, die ab 1969 die Gotha-Wagen nach und nach ersetzten und so schwer waren, dass man annehmen musste, sie würden sich allmählich in die Straße eingraben und Magdeburg zu einer U-Bahn verhelfen, waren fett und gemütlich mit ihren breiten Gesichtern und dem ständigen Ächzen und Knacken.“ 

Die Autorin beschloss, Lese- und Urlaubsreisen mit der Nutzung der Linie 4 in fremden Städten zu verbinden. Mehrere Jahre lang arbeitete sie an ihrem Buch, und da sie längst nicht alles unternommen hat, was sich anbietet, soll es sich um den ersten Band einer Reihe handeln. Entstanden ist weit mehr als ein Reisebericht.  

Gröschner fügt 34 Kapitel aneinander und berichtet – teils in recht kurzen, teils in ausführlichen Beschreibungen – über Besuche in 34 Städten. Es gibt reale Beobachtungen über Leute und die soziale Realität, aber auch amüsante Gedankenspiele, historische Erläuterungen sowie Reflexionen über den urbanen Menschen und die Philosophie des öffentlichen Nahverkehrs. In Bielefeld fragt sie sich ironisch und unter Hinweis auf die „Bielefeld-Verschwörung“, ob sie sich in der richtigen, in einer realen Stadt befindet. 

Eindrücke abseits der touristischen Pfade

Exotisch kommen die Geschichten daher, wenn es um Aufenthalte in Städten wie Alexandria, Buenos Aires oder Peking geht. Die ägyptische Hafenstadt erhielt 1860 das erste Straßenbahnnetz Afrikas, und dass die Fahrt ein Hauch von Abenteuer umweht, lässt sich leicht vorstellen. Schließlich gibt es weder Linien- noch Streckenplan, ist man ohne Grundkenntnisse der arabischen Sprache ziemlich hilflos. 

Allerdings hat derlei durchaus seinen Reiz, wie der Rezensent weiß, der selbst gerne vor Ort öffentliche Verkehrsmittel nutzt, ohne immer zu wissen, wohin ihn die Reise führt. Es hat etwas Aufregendes, sich tagsüber oder spätabends – von Einheimischen kritisch bis amüsiert beobachtet – durch Straßen fahren zu lassen, die auch auf dem großen Stadtplan nicht mehr auftauchen. Schließlich kann man notfalls für wenig Geld ein Taxi nehmen und in „bekanntes Terrain“ zurückkehren. Der Gewinn liegt immer im Kennenlernen von Menschen und Stadtbezirken, die so ganz anders sind als die touristisch erschlossenen urbanen Zentren.  

Von Aix-en-Provence bis Riga, von Kasan bis Hildesheim und von Reykjavík bis New York führt Gröschner ihre Leser. In Astana sieht sie, wie neben der alten Stadt das futuristische Zentrum der Neustadt entstanden ist, deren Skyline durchaus beeindruckt, aber auch seelenlose Gigantomanie ausstrahlt. In Istanbul spürt sie die Schnittstelle zwischen Orient und Okzident, die Fahrt durch Amsterdam führt vorbei an schönen Grachten und historischen Giebelhäusern, und Berlin erhält ein besonders ausführliches Kapitel. 

Weil sich die Metropole permanent verändert und ganze Straßenzüge innerhalb kurzer Zeit neu gestaltet werden, gibt es in Shanghai – so Gröschner – Jahr für Jahr einen neuen Stadtplan. Jeder Stadtführer ist nach wenigen Wochen veraltet. Die chinesische Megacity beeindruckt mit mehr als eintausend Buslinien. Hinzu kommt, dass die Zahl vier im Chinesischen für Unglück steht. Doch auch dort fand und benutzte die Autorin einen Omnibus der Linie 4, als einzige Ausländerin in einem tristen und touristisch gänzlich uninteressanten Vorort.  

In der weißrussischen Hauptstadt Minsk empfindet die DDR-erfahrene Autorin eine besondere Form von Nostalgie. Erinnerungen und Gedanken kommen ihr in den Sinn: „Mir scheint, die schlimmste Lebensform ist eine Diktatur, in der der Alltag, wenn auch inoffiziell, nach kapitalistischen Prinzipien funktioniert. Als mittelloser Bürger hat man nicht einmal den Trost der Freiheit.“ 

Annett Gröschner: Mit der Linie 4 um die Welt.  Mit Fotografien von Annett Gröschner und Arwed Messmer. 400 Seiten. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2012. 22,99 Euro. 

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