Mit OLT Express wurde bereits ein Unternehmen durch die Luftverkehrssteuer in die Pleite getrieben.  Foto: Christian MaskosBereits vor dem eigentlichen Ablauf hat heute die Petition zur Abschaffung der Luftverkehrsabgabe das Quorum erreicht: Damit muss sich der Bundestag mit dem Bürgerwillen befassen und über die Standort- und beschäftigungsschädliche Steuer reden. Noch bis morgen Abend könnt Ihr die Petition unterzeichnen und dafür Sorgen, dass der Druck auf die Politiker, die Abgabe abzuschaffen, wächst. Bislang sind bereits rund 91.000 Unterschriften gesammelt - 50.000 waren notwendig.

Hinter der Petition satnden nicht nur Passagiere, die sich abgezockt fühlten, sondern auch die Gewerkschaften wie Vereinigung Cockpit (VC) und die Flubgleiter/innen Vertretung UFO sowie die Deutschen Flughäfen und Fluglinien. So wurde die Petition auch von Lufthansa, Germanwings, Air Berlin, Condor und Tuifly unterstützt.

Die Luftverkehrsabgabe hat bislang viele Arbeitsplätze in Deutschland vernichtet - einige Flughäfen wie Leipzig-Altenburg haben auch wegen der Abgabe sämtliche Linienflugverkehr verloren. „Die Luftverkehrssteuer vernichtet deutsche Arbeitsplätze. Die hohe Beteiligung an der Aktion zeigt, wie viele Menschen von der Schädlichkeit dieser Abgabe überzeugt sind.“, sagte VC-Präsident Ilja Schulz. „Nun muss die Politik handeln und diese wettbewerbsverzerrende Steuer wieder abschaffen.“

Vor Einführung der Luftverkehrsabgabe waren Ticketspreise auf innerdeutschen Flügen von 0,01€ bis zehn Euro Standard, wenn diese von Günstigairlines bedient wurden, Air Berlin verlangte als Einstiegspreis 29€ inklusive Snack, Meilen und Gepäck im Einstiegspreis. Nachdem die Airlines die Abgabe zur maßlosen Preiserhöhung von 19€ auf 33€ bei Germanwings und 29€ auf 44,99€ und später 49€ bei Air Berlin genutzt hatten, haben viele Passagiere ihr Reiseverhalten geändert: Anstatt für das Wochenende von Düsseldorf nach Berlin zu fliegen, flogen vor allem Passagiere in grenznahen Regionen dann zum Beispiel von Eindhoven oder Maastricht zu europäischen Metropolen oder reisten per Mitfahrgelegenheit oder den Sparpreisen der Bahn.

Mit einer hohen Abgabe von damals 8€ pro Passagier könne man keine Inlandsflüge kostendeckend anbieten - da die privatreisenden Passagiere nicht bereit seien, einen so hohen Preis zu zahlen verkündete Ryanairchef Michael O´ Leary im Januar 2010 und stellte alle Inlandsflüge von Düsseldorf (NRN), Frankfurt (HHN), Bremen nach Berlin und von München (FMM) nach Bremen ein. Aber auch andere Fluglinien strichen massiv Strecken - zum Beispiel Air Berlin von München nach Hannover oder Münster oder von Münster nach Berlin.

Die Fluglinie OLT Express wurde durch die Belastung, die die Luftverkehrsabgabe bedeutet, in die Insolvenz getrieben - ohne die Abgabe hätten Strecken wie Dresden-Hamburg, Münster-München, Münster-Berlin oder Münster-Stuttgart Bestand.

Auch die Krise von Air Berlin - durch strategische Fehler ausgelöst - ist durch die Abgabe extrem verschärft worden.

Besonderer Verlierer aber war der Airport Düsseldorf-Weeze - da eine Anreise für die meisten Bürger aus dem Ballungsgebiet um Rhein und Ruhr nach Eindhoven, Maastricht und sogar Charleroi mit den Europaspecial Tickets der Bahn genauso teuer ist wie nach Düsseldorf-Weeze, wurde viel Verkehr insbesondere nach Eindhoven verlagert.

Einzig Lufthansa verlor kaum Passagiere und hatte einen Wettbewerbsvorteil: Denn wer nur in Deutschland umsteigt, z. B. von Indien über Frankfurt nach New York fliegt, wurde von der Bundesregierung nicht belangt. Eine Entscheidung, die viele Deutsche Fluggäste als extrem ungerecht empfunden hatten.

Ein Erfolg der Petition bedeutet aber nur, dass sich der Bundestag mit dieser befassen muss, nicht aber, dass die Steuer abgeschafft wird.

Daher möchte das Exbir-Team Euch bitten, die Petition noch zu unterzeichnen. Schon jetzt ist die Petition eine der meistgezeichneten aller Zeiten - und jede Unterstützung zählt: Denn 100.000 Unterstützer wirken mehr als 91.000.

 

Aus diesem Grund möchten wir alle unsere Leser und Facebookfreunde bitten, zu unterzeichnen und zu helfen, dass die 100.000 Zeichner erreicht werden.

Zur Pettion

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