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Lufthansa im Test: Bis auf den Mealservice in allen Punkten schlechter als die Konkurrenz

21.07.2012 11:53
Zum ersten Mal seit knapp drei Jahren stand wieder ein Lufthansaflug auf dem Programm. Trotz des vorherigen Theaters um eine eigenmächtige Flugvorlegung ohne Information seitens des Lufthansa und Weigerung einer Umbuchung auf einen nahezu zeitgleichen Umsteigerflug via Frankfurt - möchte ich das neue Produkt in meinem Beitrag objektiv bewerten. Lufthansa ist wie den meisten Lesern bekannt ist im Juni - ursprünglich zu Eröffnung des neuen Großflughafens - mit einer Riehe Nonstopverbindungen zum für Lufthansa günstigen Oneway-Preis von 49€ eingetreten und steht damit in direkter Konkurrenz zu Air Berlin und auf vielen Strecken auch easyJet oder Ryanair.





Der Board-Service war auf der neuen Berlinstrecke recht nett gestaltet - insbesondere die Idee mit dem Berliner Bär fand ich extrem nett -  relativ gut.  In jedem Fall der direkten Konkurrenz von Air Berlin überlegen auch wenn man von Qualitätsairlines weit entfernt ist.  Foto: Christian MaskosNach der Ankunft am stadtnahen Flughafen-Linate - hier kann man mit der Tageskarte für den Mailänder Nahverkehr oder einem Busticket für 1,50€ hinfahren - begab ich mich zum Check-in Schalter. Eine Schlange gab es nicht - so dass ich sofort drankam - auch zwei Automaten standen zur Verfügung.
Meinen Rucksack - der noch den easyJet Handgepäcksticker trug - und bei Ryanair und easyJet problemlos durchgeht, war der LH zu groß als Handgepäck und ich musste diesen aufgeben. Somit durfte ich dann meine zerbrechlichen Dinge wie ein in Griechenland gekauftes Gals und mein Notebook separat herumtragen - sehr unkomfortabel. Dafür konnte ich immerhin meine Cola Flasche einchecken und musste die Überreste nicht wegschütten.

An der Sicherheitskontrolle gab es eine relativ überschaubare Schlange, nicht besser oder schlechter als in Malpensa oder Bergamo üblich.

Der Wartebereich in Linate in relativ klein und sehr gut besucht, der Flughafen boomt seitdem Alitalia viele Verbindungen von Malpensa hierher verlegt hat. Einen Airside McDonalds wie in Bergamo gibt es nicht - Getränke und Snacks sind also nur teuer zu bekommen. Ich kaufte mir nichts, denn beim Kranich soll es ja an Bord etwas geben. Aufgrund es hohe Flugpreise von 49€ - den ich aufgrund eines Gutscheineinsatzes natürlich nicht gezahlt habe - erwartete ich eine ganze Menge.

Das Boarding lief recht geordnet ab - es fand ein Busboarding statt. Es ist festzustellen dass Lufthansa Fluggäste im Schnitt älter und damit erheblich langsamer beim Boarding und beim Platznehmprozeß sind als bei Airlines wie Ryanair oder easyJet. Das zieht die Prozedur dann doch in die Länge. Aber alles noch im Rahmen.

Enttäuscht wurde ich direkt beim Einstieg: Erwartetet hätte ich eine große Auswahl aktueller Deutscher Tageszeitungen und zumindest auch einer italienischen Tageszeitung und /oder ein Magazin wie Spiegel oder Focus. Doch nichts davon war der Fall. Wie bei Ryanair oder easyJet gab es nichts - immerhin wurden die Bordkarten nicht kontrolliert. Das war die erste große Enttäuschung.

Wenn man feste Sitzplätze hat kann man sich an Bord nicht mehr nach einem schönen Sitz mit sauberem Fenster umsehen und hat auch keinen Einfluss ob die Plätze neben einem frei bleiben oder nicht. Sofort fiel mir neue Economy-Class-bestuhlung (NEC) auf - extrem dünne und gewichtssparende Sitze: Gut für den Kranich, schlecht für die Passagiere. Im Internet wurden die neuen Sitze massiv kritisiert: Und ich muss mich anschließen: So unkomfortabel habe ich lange nicht gesessen. Schon im Anflug auf Berlin tat mein Hinterteil von dem harten Sitz weh: Wenn ich mir vorstelle mit so einem Sitz bis nach Lissabon, Istanbul oder Helsinki fliegen zu müssen - Nein Danke. Ein Horror. Hier setzt Lufthansa Standards - es war der mit Abstand der unbequemste Flugzeugsitz auf dem ich jemals gesessen habe: Egal ob Tiger Airways, Pluna oder US Airways - schlechter und härter hab ich noch nicht gesessen. Kompliment Lufthansa! Dass die Sitze leicht und damit kostensparend sind glaube ich aber gerne - das ist offensichtlich, so dünn wie diese sind!
Schon der neue Wizzair-Sitz ist eine Zumutung - dort vor allem wegen der fehlenden Beinfreiheit - ich kann mich dort mit 1,94 Meter nicht ans Fenster quetschen, weil die Beine nicht den Fußraum passen. Der Abstand zum Vordersitz ist beim Kranich akzeptabel, dafür ist der Sitz an sich mega unbequem.

Auch das Sparprogramm zeigt Wirkung - eine Reinigung der Kabine erfolgt scheinbar in Linate nicht - jedenfalls wusste ich schon beim Einstieg das es beim Bordservice ein Brot mit kleinen Körnern" geben würde, denn Teile des Bordservice befanden sich in der Ritze zwischen Sitz und Rücklehen und ein Teil auf dem Fußboden.

Auch bei Ryanair und easyJet gibt es im Regelfall nur eine Reinigung an der jeweiligen Base des Flugzeugs: Dort wird das gröbste während des Turn Arround von der Kabinencrew erledigt. Scheinbar haben die neuen Leiharbeiter in der Kabine nicht den Auftrag die Kabine zwischen Landung und Start herzurichten.
Das ab Berlin keine echte Lufthanseaten sondern Leiharbeiter eingesetzt werden ist auf den ersten Blick nicht wahrnehmbar. Die Crew wirkte professionell und sogar halbwegs motiviert, die Abläufe saßen und auch die Zweisprachigkeit war gegeben. Die Begrüßung erfolgte in typischer zurückhaltender und langweiliger Lufthansamanier: Scherzen oder Lockerheit und Individualität scheinen dort ohnehin eher verpönt zu sein: Dennoch ist eine fehlende Lockerheit im Vergleich zu easyJet zu spüren.

Nach dem Grußwort des Kapitäns ging es dann auch alsbald los. Wenn man die richtige Seite erwischt hat man beim Start in Linate eine nette Sicht auf die Stadt. Ich saß leider auf der falschen Seite, konnte dafür aber immerhin eine interessante Alitalia Sonderbemalung während des des Rollvorgangs sehen.
Recht zügig begann die Crew dann auch mit dem Service. Scheinbar sehe ich so wenig Deutsch aus das ich gefragt wurde "Cheese or Ham", wobei ich Cheese orderte und dann doch ein Wurstbrot bekam.... kein großes Ding sollte aber nicht wirklich passieren.
Der Meal-Service bestand aus einer kleinen Tüte die mit dem neuen Werbemotto Nonstop You und einer Werbung für die neuen Strecken ab Berlin bedruckt war, ist also spezifisch für die Berlinstrecken konzipiert worden und recht nett gemacht. Es gab einen Apfel, ein Brot mit Butter und Wurst (obwohl Käse geordert) und recht nett und aufmerksam einen kleinen Berliner Bären aus Schokolade sowie ein Hustenbonbon in recht großer Tüte. Nicht schlecht gemacht - auch wenn man aufgrund des hohen Lufthansapreises (es gibt sicher Leute die auch ohne Gutscheine buchen und 49€ zahlen!) doch mehr erwartet hätte.

Beim Getränkeservice bestellte ich mir einen O-Saft und eine Cola. Man konnte aber auch Wein bekommen, wenn man das gewünscht hätte. Es gab aber nur eine Getränkerunde.
Da es bei Ryanair und easyJet keinen gratis Service gibt kann man hier nur einen Vergleich mit Air Berlin herstellen: Und hier ist der Bordservice bei Lufthansa klar besser - so dass der Kranich zumindest in diesem Punkt gewinnt.

Dennoch ist das Bordprodukt insgesamt nicht als hochwertig zu bezeichnen - so hat Lufthansa die Kabine noch immer nicht mit Monitoren ausrüsten lassen auf denen man den Flugverlauf verfolgen könnte - vor allem bei Urlaubern und wenig Fliegern ein beliebtes Feature das sogar schon beim lange nicht mehr existierenden bei Billigflieger HLX Standard war. Hier geht der Punkt für die Kabine dann mal an Air Berlin.
Nach der Landung in Berlin-Tegel ging es dann über den Finger ins Terminal. Danach hieß es erst einmal warten, denn das Gepäck hatte es nicht eilig: Wie gesagt mein kleiner Rucksack den ich bei easyJet und Ryanair immer mitnehme war der Lufthansa schließlich zu groß. Die Gepäcklaufzeit war nicht schnell, aber auch nicht so langsam als das man es negativ sehen müsste sondern im normalen Industriestandart: Ein Premiumvorteil des Kranichs aber nicht bemerken: Die Laufzeit bei Air Berlin ist relativ identisch.
Bis hierhin hätte ich Lufthansa - abgesehen von der mangelnden Zuverlässigkeit - gar nicht einmal schlecht bewertet. In Schulnoten hätte ich dem Kranich trotzt allem eine 3 gegeben - nicht gut nicht schlecht.
Da mich der Umgang einer Fluglinie mit den Rechten der EU-Verordnung und natürlich auch der Kundenservice besonders interessieren begab ich mich danach zum Ticketschalter der Lufthansa und erklärte das mich Lufthansa zum falschen Flughafen befördert hätte - da ich einer Umbuchung nach Tegel niemals zugestimmt hätte - und Sie mir nun entsprechend der EG 261/2004 zum Flughafen Berlin-Brandenburg bringen müssten. Das ist auch so - zwar ist es der Fluglinie unmöglich dort zu landen - einen Bustransfer einzurichten oder den Passagieren alternativ wenigsten Hilfestellung in Form eines 3€ teuren Tickets Berlin ABC und einen Fahrplanausdruck zu gewähren, scheint mir nicht unzumutbar zu sein.
Die Dame am Lufthansa-Ticketdesk schon bei der Begrüßung begrenzt freundlich - war resolut: Natürlich biete die Lufthansa keinen Vertrag an da man der Verpflichtung die Passagiere nach Berlin zu transportieren nachgekommen sei. Auf mehr hätte ich keinen Anspruch. Ein Hinweis auf die Verordnung wurde mit einem lapidaren - das möge dort so stehen - sei aber nicht relevant beantwortet. Auch die Schichleiterin blieb stur: Auf die konkrete Nachfrage ob Sie mir die Rechte aus der Verordnung verweigere antwortete Sie mit einem klaren ja. Ich hätte aber die Möglichkeit mit schriftlich bei Lufthansa zu beschweren und gegebenenfalls meine Mehrkosten zu einer Kulanzerstattung einzureichen.

Das es hierbei um eine Pflicht der Lufthansa - welcher nicht nachgekommen wird - handelt und nichts mit Kulanz zu tun habe war Ihr nicht klar zu machen. Vermutlich hätte ich beim Handling-Agenten von Ryanair oder easyJet eine ähnliche Antwort bekommen - beide rühmen sich aber nicht eine Premium Airline zu sein die "nonstop für mich da ist" wie der Slogan "Nonstop You" suggerieren soll. Insgesamt wirkte das Personal auch überheblich bis arrogant.

Der nächste Knaller kam dann: Ich hatte eine Rail&Fly Ticket gekauft, zur Abholung am DB Automaten. Dieses hatte Lufthansa falsch ausgestellt - Frankfurt - Railways Germany obwohl der Flug in Tegel gelandet war. Auch das sollte natürlich nicht passieren.
Am Berliner Hauptbahnhof suchte ich dann zunächst den Info-Point auf -der sich unsicher war ob das Ticket nun gültig sei oder nicht. Das Reisezeitraum sagte dann: Das Ticket sei so eigentlich nicht gültig und fragte ob ich umgebucht oder umgeleitet worden sei. Als ich das verneinte und meine Bordkarte und meine Reservierung zeigte - schrieb der Bahnmitarbeiter den Fahrschein gültig. Scheinbar passiert der Lufthansa dieser so oft, dass es dafür bei der Bahn bereits eine interne Handlungs-Anweisung gibt, denn nach einem kurzen Blick in den Computer hatte der Reisezentrummitarbeiter hatte der Mitarbeiter das Problem erkannt und den Fahrschein handschriftlich korrigiert. Hier muss man dann auch die bei mir sonst nicht gerade beleibte Bahn loben.
Für eine Premiumairline die sich "nonstop You" um mich kümmert ist schon sehr viel danebengegangen - selbst wenn man von der Flugänderung ohne meine Zustimmung absieht - denn diese soll bei der Bewertung des Flugerlebnisses keine Rolle spielen.

Keine Zeitschriften, unfreundliches Schalterpersonal, nicht geputzte Kabine, falsches Sandiwch (Wurst statt Käse) und ein fehlerhaftes Rail&Fly Ticket und Ablehnung meiner Ansprüche auf Beförderung zum gebuchten Zielort nach EG 261/2004 sind für einen einzigen simplen Europaflug schon ziemlich viele negative Ereignisse auf einmal.
Natürlich weiß ich auch - dass das nicht die Regel ist und ich sicherlich bei mehreren Flügen auch beim Kranich Flüge erleben würde wo alles halbwegs glatt läuft. Dennoch war die Leistung auf diesem Flug ein Armutszeugnis für eine Airline die sich als Qualitätsfluglinie sieht und sich Nonstop um mich kümmern will. Das genaue Gegenteil war der Fall. Dieser Flug war - vom Mealservice abgesehen - wirklich Nonstop Murks.
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Kommentare
Andre Battermann schrieb am 21.07.2012 um 12:18:58

Interessant, dass du auf einem "simplen Europaflug" wie du ihn nennst aber scheinbar ganz schön viel erwartest. Die eine Getränkerunde war dir zu wenig, obwohl du zwei Getränke hattest. Das Wurstbrot hätte man dir auf Nachfrage sicher umgetauscht. Nur weil du keine Zeitschrift hattest, heißt das ja nicht, dass es garkeine gab, vielleicht waren die schon vergriffen oder der gesamte Satz an tageszeitungen für den tag schon aus. man kann ja nie genau wissen, wie viele leute pro Flug wirklich eine Zeitung lesen. Und auch bei anderen Airlines gibt es häufig nur wenige bis garkeine Zeitungen oder Zeitschriften. Manchmal sind die halt einfach aus. Wieso du eine "große Auswahl an Tageszeitungen" erwartet hattest ist mir sowieso schleierhaft - stand das etwa in der Buchung dabei?
(Kleiner Tipp am Rande: Flieg doch von MUC oder FRA, da bekommst du bei der Lufthansa schon im Terminal eine große Auswahl an deutschen UND ausländischen Tageszeitungen ;-) )

Sorry, aber das ganze ist doch nur noch ein "Ich-mache-Lufthansa-möglichst-Schlecht" Kommentar und nichts weiter. Wenn ich so Sätze lese wie "Aufgrund es hohe Flugpreise von 49€ - den ich aufgrund eines Gutscheineinsatzes natürlich nicht gezahlt habe - erwartete ich eine ganze Menge" könnt ich kotzen. Für einen Europaflug hast du meiner Meinung nach eine Menge bekommen - und trotzdem bist du nicht zufrieden damit.

Sicher macht auch die LH nicht alles richtig, aber an einem Flug die gesamte Airline so in den Dreck zu ziehen, hast weder du, noch diese Seite hier eigentlich nötig! Der Beitrag war definitiv alles andere als objektiv!

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Chriss Flyer schrieb am 21.07.2012 um 12:40:25

@Andre: Es ging einfach darum zu beschreiben was Lufthansa geboten hat - und das war eben nicht das was ich unter Premium verstehe. Irgendwo muss der Mehpreis gegenüber Ryanair ja für den Kunden spürbar werden. Von der Marke Lufthansa erwarte ich: a) Kostenfreie Zeitungen, b) Sauberes Flugzeug. Das es in MUC und FRA und DUS Zeitungen ohne Ende gibt ist mir bewußt, aber es müsste Sie eben auch in Linate geben. Das kriegt soagr eine Air Berlin in Malpensa hin.
Und es ist ein Vergleich - welcher sagt: Bei einigen Dingen ist LH besser (Meal Service), bei anderen AB (Zeitschriften und Monitore mit Routenverlauf), bei anderen Ryanair und easyJet (Preis- und Zuverlässigkeit). Ich verbinde Lufthansa mit Qualität und hohem Preis - wenn die Qualität nicht geboten wird, ist das zu erwähnen und gibt mir recht, das ich von meinen knapp 20 Mailand-Deutschland Flügen nur jeweils 1x AB und 1 LH ausprobiert habe und sonst für 7€ bis 12,99€ max mit Ryanair fliege.
Man muss - Lufthansa hat aj die vollen 49€ bekommen - auch fragen: Wo ist der Vorteil für die enorme Differenz. Mit Ryanair kann ich 3-4 Mal fliegen - da muss Lufthansa doch deutlich besser sein.
Da dürfen diese ganzen Patzer eben nicht passieren!
Zudem mache ich deutlich das es ein Flug war, ein Test den die Airline massiv vermasselt hat. Deshalb ziehe ich die Airline nicht in den Dreck, sondern beschreibe wasaus meiner persönlichen Sicht alles nicht okay war. Daraus kann Lufthansa lernen und konkurrenzfähiger werden.
An Deiner Reaktion ist aber zu merken das Du Lufthansa näher stehts und die verteidigst. Und das ist schön für Lufthansa das diese treue Kunden hat.
Wenn man aber den Preis einer Lufthansa hat muss man sich auch mit Airlines wie British Airways oder KLM messen lassen, über beide kann ich vom Service und Produkt nichts negatives sagen. Aber wie immer: Es ist eine persönliche Erfahrung!

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Basti Vice schrieb am 21.07.2012 um 12:46:10

Wenn es nach dir ginge, könnte auch jede Airline nur 10 Euro Tickets verkaufen, guten Service bieten und dabei noch wirtschaftlich arbeiten...Dass andere Leute jedes einzelne deiner Tickets bezahlen (genau wie die meisten meiner Tickets) scheint dir nicht bewusst zu sein...auch wenn jeder Passagier bei Lufthansa die "überteuerten" Preise von 49 Euro zahlen würde, würd Lufthansa trotzdem noch mit nem Minus rausgehn...also kannste froh sein, dass manche Menschen mehr Geld haben, und dann diese Preise bezahlen...

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Chriss Flyer schrieb am 21.07.2012 um 13:16:18

@Basti: Natürlich ist mir das bewußt, das nennt man Yield Management. Aber ich vergleiche Einstiegspreis und Einstiegspreis. Das ich nichts anderes buche. Das Menschen die an einem bestimmten Datum reisen müssen, insbesondere Geschäftsreisende, deutlich mehr bezahlen ist mir klar. Auch bei Ryanair kostet ein kurzfristiges Tickets auf eben dieser Relation Mailand-Deutschland natürlich 70€ bis 150€ oneway. Geschäftsleute interessiert der es dabei oft nichtmals ob das Ticket 150€ oder 250€ kostet, da es im Vergleich zur Arebitszeit oder dem Meeting welches Sie besuchen unbedeutende Summen sind. Und das sind die meiste Lufthansa Kunden, denn diese Gruppe fährt nicht nach Hahn. In meinem Beispiel geht es darum: Wenn ich den dreifachen Flugpreis zahle, was bekomme ich dann mehr?
Und da hat mich Lufthansa nicht überzeugen können. Wie gesagt - das hängt immer von der eigenen Wertung ab. Und für Menschen die gerne Aufgabegepäck mitnehmen (ich betrachte es als Ballast) sieht die Rechnung noch einmal anders aus.
Lufthansa hat es meiner Ansicht nach noch nicht verstanden das der Fluggast heute wählen möchte ob er Gepäck mitnimmt und dafür zahlen möchte oder ob er nur mit Handgepäck reist. Würde Lufthansa die Gepäckgebühr von 20€ aus dem Flugpreis rausrechnen und mit 29€ starten, dann wäre Lufthansa für Backpacker und Budget-Traveller sofort konkurrenzfähig - da man dann mit Gutscheinen schnell in die Nähe der Ryanairpreise käme. Und dann könnte der Meal-Service den Ausschlag pro Lufthansa geben. Da viele Star Allaince Member mittlerweile eine Gepäckgebühr haben bin ich sicher, das diese in spätesten zehn Jahren auch bei Lufthansa auftauchen wird. Vielleicht schon viel früher. Wenn man diese vom Flugpreis abzeiht wäre man auf einem Schlag auch in der Budget Zielgruppe gegen Ryanair und easyJet konkurrenzfähig. Die Lösung von Germanwings - über alle Globalen Reservierungsystem wo die Reisebüros und Reisestellen von Firmen einbuchen gibt es den Tarif mit Gepäck und Service, auf der Homepage können Budgettraveller einen Basic-Tarif ohne Service und Gepäck buchen. Das ist prinzipiell ein gangabrer Weg mit dem Lufthansa den Preis auf allen Strecken auf vernünftige 29€ senken könnte ohne das die andere Zielgruppe der "weniger preissensiblen" Reisenden weniger zahlen würde.

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Christoph P schrieb am 21.07.2012 um 13:23:45

EG 261/2004 greift bei dem Flug nach Brandenburg nicht, da es sich hier um die in Art. 5 der Verordnung festgehaltenen aussergewöhnlichen Umstände handelt die einen Anflug des Flughafens verhindern. Jedem halbwegs vernünftigen Mensch sollte das klar sein. Wo nix ist kann man nicht landen. Und die Verspätung der fertigstellung des Flughafens Brandenburg liegt nicht im Berich der LH.

Das Rail & Fly Ticket war inkludiert im Preis ? dann bitte den Normal Preis den die DB verlangt auf die 10€ draufschlagen. Ebenso - den Transfer von Mailand nach Bergamo. Von der Zeitersparnis (15 min vs 50 min) red ich noch gar nicht ...

Lufthansa ist übrigens nicht Premium. Lufthansa ist standard. Ryan Air ist Low Cost. Premium ist wenn dann Business / First Class von LH oder wenn es die ganze Fluglinie sein soll dann Openskies oder PrivatAir (an der auch die LH beteiligt ist).

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Chriss Flyer schrieb am 21.07.2012 um 13:35:17

EG 261/2004 greift schon - nur Kompensationszahlungen gibt es nicht - da wie Du schreibst Höhere Gewalt. Ein Bustransfer sollte aber zumutbar sein, und ds Rail&fly Ticket wurde normal erworben. Den Transfer 3,50€ Unterschied (1,50 nach LIN / 5€ nach BGY) habe ich doch längst erwähnt und als positiv für LH beschrieben.

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Christoph P schrieb am 21.07.2012 um 16:11:41

Nein die Verdordnung greift nicht da eben höhere Gewalt verhindert das sie tragend wird. Und damit kommt es auch zu keinen Kompesationszahlungen und zu keinen anderen draus ableitbaren Ansprüchen wie zb. ein Transfer nach Schöneberg.

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